1-Zoll-Sensor

PTZOptics Rise 4K: Broadcast-PTZ mit 1-Zoll-Sensor und 12G-SDI

PTZOptics Rise 4K PTZ-Kamera mit 1-Zoll-Sensor und 12G-SDI

PTZOptics kennt man als Hersteller, der professionelle PTZ-Technik bezahlbar gemacht hat. Mit der neuen Rise 4K geht der Hersteller nun in die andere Richtung: Das ist keine günstigere Alternative zur Broadcast-Kamera, sondern eine Broadcast-Kamera in PTZ-Bauform. Wir haben uns angeschaut, was die Rise 4K ausmacht — und für wen sie sich lohnt.

Der 1-Zoll-Sensor: der eigentliche Sprung

Das Herzstück der Rise 4K ist ein 1-Zoll-CMOS-Sensor mit 50 Megapixeln. Zum Vergleich: Typische PTZ-Kameras dieser Klasse arbeiten mit 1/2,5- oder 1/1,8-Zoll-Sensoren. Der größere Sensor sammelt deutlich mehr Licht — das zahlt sich in drei Punkten aus, die man im Livebetrieb sofort sieht: sauberere Bilder bei schwachem Licht, mehr Dynamikumfang in kontrastreichen Bühnen- und Fenstersituationen und eine geringere Schärfentiefe, mit der sich Sprecher gestalterisch vom Hintergrund abheben lassen.

Damit rückt die Rise 4K in eine Kategorie, in der bislang nur sehr wenige PTZ-Kameras überhaupt vertreten sind — 1-Zoll-Sensoren sind in dieser Bauform die Ausnahme, nicht die Regel. Ein dreistufiger ND-Filter hält die Blende auch bei hellem Bühnen- oder Tageslicht im optimalen Bereich, statt sie zuzufahren und die Bildwirkung zu verlieren.

20x Zoom mit Phasen-Autofokus

Das Objektiv bietet 20-fachen optischen Zoom bei rund 71° horizontalem Sichtfeld im Weitwinkel — genug Übersicht für eine komplette Bühne und genug Reichweite für Nahaufnahmen aus der Regie. Fokussiert wird per Phasen-Autofokus (PDAF), der schneller und ruhiger arbeitet als kontrastbasierte Systeme und nicht sichtbar „pumpt“. Ein optischer Bildstabilisator gleicht Vibrationen aus, wie sie an Traversen oder in Sporthallen entstehen.

12G-SDI, SFP+ und alles dazwischen

Auf der Signalseite ist die Rise 4K vollständig ausgestattet. 12G-SDI überträgt 4K60 nativ über ein einziges Koaxkabel — ohne Quad-Link, ohne Signalteilung. Dazu kommen 3G-SDI, HDMI und USB 3.0. Wer größere Distanzen überbrücken muss, nutzt die 12G-kompatible SFP+ Glasfaser-Anbindung: In großen Hallen, Stadien und Kirchen ist das oft der einzige praktikable Weg zur Regie.

Für IP-Workflows stehen NDI|HX, SRT, RTMP und RTSP bereit. Damit lässt sich die Rise 4K genauso gut in eine reine Netzwerkproduktion einbinden wie in ein klassisches SDI-Setup.

Genlock, Timecode, FreeD — Broadcast im Wortsinn

Diese drei Funktionen trennen eine Broadcast-Kamera von einer guten Streaming-Kamera. Genlock synchronisiert die Rise 4K mit dem übrigen Kamerapark, sodass Schnitte und Bildmischer-Überblendungen sauber sitzen. Timecode sorgt dafür, dass sich Aufzeichnungen mehrerer Kameras in der Postproduktion automatisch synchronisieren lassen. Und FreeD meldet Schwenk-, Neige- und Zoomdaten in Echtzeit an Grafik- und AR-Systeme — die Voraussetzung für virtuelle Studios und eingeblendete 3D-Elemente, die sich mit der Kamerabewegung mitbewegen.

Audio, Aufzeichnung und Tally

Professionelle XLR-Eingänge mit 48V Phantomspeisung nehmen Kondensatormikrofone direkt an der Kamera ab — in kleinen Setups spart das ein separates Audio-Interface. Parallel zum Livesignal zeichnet die Rise 4K intern auf TF-/SD-Karte auf, was eine ISO-Spur pro Kamera ohne zusätzlichen Recorder ergibt. Tally-Lights vorne und hinten zeigen Team und Moderation, welche Kamera gerade on air ist.

Steuerung: Horizon im Browser

Die Rise 4K wird über die Horizon Web-Oberfläche direkt im Browser gesteuert — ohne Softwareinstallation. Neben den klassischen PTZ-Funktionen und Presets bringt Horizon KI-gestütztes Auto-Tracking und Auto-Framing mit: Die Kamera folgt einer Person selbstständig, auch wenn weitere Personen im Bild sind. Für die Bildkontrolle stehen Waveform, Vektorskop und RGB-Parade zur Verfügung — Werkzeuge, die man sonst am Bildtechnik-Arbeitsplatz erwartet, nicht in der Kamera-Weboberfläche.

Für wen lohnt sich die Rise 4K?

Die Rise 4K richtet sich klar an Produktionen, in denen die PTZ-Kamera neben Schulterkameras oder Cinema-Bodys bestehen muss: Broadcast-Studios, Sportübertragungen, große Live-Events, virtuelle Studios und anspruchsvolle Corporate-Produktionen. Für Konferenzräume, Bildungseinrichtungen und die meisten House-of-Worship-Installationen bleiben die Move 4K und die Move SE die wirtschaftlichere Wahl — die Rise 4K ist bewusst eine Stufe darüber positioniert.

Verfügbarkeit und Premiere auf der IBC 2026

Die Rise 4K wird voraussichtlich ab dem vierten Quartal 2026 ausgeliefert. Ihre Live-Premiere feiert sie auf der IBC 2026 in Amsterdam vom 11. bis 14. September am PTZOptics Stand 1.B07. Wer die nächste Generation professioneller PTZ-Technik selbst sehen möchte, sollte den Besuch einplanen.

Bei Streamoptics können Sie die PTZOptics Rise 4K ab sofort vormerken. Sprechen Sie uns für Preisauskunft, Verfügbarkeit und die Planung Ihres Kamera-Setups an — oder entdecken Sie das komplette PTZOptics-Sortiment.

Alle Angaben basieren auf Herstellerinformationen von PTZOptics (Stand August 2026). Änderungen bis zur Markteinführung vorbehalten.

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